Montag, 26. April 2010

Goodbye Australia, Bye-bye Sven

Nachdem wir uns mit einem riesen Barbecue von John aus Sydney verabschiedet haben, ging es per Flugzeug an die Gold Coast wo uns bereits Neil am Flughafen erwartete. Neil lernten wir am Anfang unserer Australien Fahrradreise kennen und als wir ihm mitteilten, dass wir an die Gold Coast kommen hiess er uns fuer die drei Naechte bei sich zuhause Willkommen. Fuer uns ein absoluter Gluecksfall. Neil, ein aeusserst herzlicher Mann, kennt die Umgebung wie Crocodile Dundee das Outback. Obwohl Gold Coast, mit den Wolkenkratzern von Surfers Paradies in Sichtweite, extrem bevoelkert ist gibt es doch sehr schoene Plaetze in der Natur. Neil fuehrte uns an wunderbare Straende, Junglewalks und Wasserfaelle. Surfers Paradies betrachteten wir nur aus der Distanz und bekommt von Neil den Uebernahmen "Suffers Paradies". So zeigte er uns in diesen zwei Tagen einen Geheimtipp nach dem Anderen und bescherte uns so einen super Abschluss unserer Australienreise.

Zurueck in Kuala Lumpur stand Sven mit einem Willkommensgruss in der Ankunftshalle. Fuer die gut zehn gemeinsamen Tage entschieden wir uns auf die Insel Tioman, an der Ostkueste Malaysias, zufahren. Wie sich herausstellte ein echter Geheimtipp. Kristallklares Wasser, super Straende, schoener Jungle und aeusserst nette Leute. Wir verbrachten sechs fantastische Naechte in diesem Paradies und unternahmen Wanderungen, schnorchelten mit bunten Fischen und erfreuten uns am Dutyfree Bier welches auf der Insel verkauft wird. Unser Zelt konnten wir fuer 3 Ringit, 1 CHF, pro Nacht und Person in einer Hotelanlage aufstellen. Die Temperaturen waren unglaublich hoch in den letzten Tagen. Wir schwitzen sozusagen 24 Stunden. Sogar in der Nacht kuehlt es gar nicht ab. Der Inselaufenthalt war ein toller Abschluss fuer Sven, der Morgen nach gut drei Jahren in die Schweiz zurueckkehrt. Fuer uns geht das Abenteuer in den Philippinen weiter, wo wir hoffen auf die Walhaie in Donsol zutreffen.

Dienstag, 6. April 2010

Zurueck nach Asien

Die vergangenen Tage konnten wir uns bei John so richtig ausruhen. Es ist gut wieder einmal laenger an einem Ort zu sein, speziell bei einem guten Freund. Zudem konnten wir mit Familie und Freunden telefonieren und Neuigkeiten austauschen, was auch immer schoen und motivierend fuer die Weiterreise ist. Speziell wenn man erfaehrt, dass man stolzer/e Onkel+Goetti/Tante von Shane, Gabriels Schesters Baby, ist. Sydney ist eine lebendige Stadt, die alles bietet was man von einer Grossstadt erwarten kann. John's Wohnung liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt und der Ausblick von seinem Balkon auf die Sydney Skyline ist super. Um dem Stadtrummel zu entkommen machten wir uns mit Jens und Zuska, zwei Radfahrern welche wir unterwegs getroffen haben, auf in die Blue Mountains. Die Blue Mountains sind Teil der ‘Great Dividing Range’, einem ueber 3′500km langen Bergmassiv, welches sich die gesamte australische Ostkueste entlangzieht. Zwei Zugstunden von Sydney entfernt liegt diese bekannte Wander- resp. Touristenregion. Die Wanderungen waren herrlich, mit spektakulaeren Ausblicken.
Unsere Fahrraeder haben wir zum Verkauf ausgeschrieben. Gabriels Fahrrad konnten wir bereits fuer 220 Aussie Dollar verkaufen. Kyokos Fahrrad sollten wir in den naechsten Tagen auch noch loswerden. So bekommen wir erfreulicherweise etwa genau das Geld zurueck, was wir fuer Velos und Reparaturen etc. ausgeben mussten. Zudem haben wir uns definitiv entschieden zurueck nach Asien zu gehen. Wir werden am 14 April zuerst von Sydney nach Gold Coast, Surfers Paradise, fliegen und dort drei Naechte verbringen. Am 17. April heben wir ab nach Kuala Lumpur, wo wir erneut auf unseren alten Reisefreund Sven treffen. Sven wurde einwenig Reisemuede, verstaendlich nach gut drei Jahren unterwegs, und hat sich daher entschieden in die Schweiz zurueckzugehen. So fliegt er Ende April in Richtung Heimat. Wir werden die zwei Wochen in Malaysia noch mit ihm verbringen bevor es dann fuer uns am 28. April heisst: "Philippinos wir kommen." Auf den Philippinen moechten wir unbedingt die Walhaie sehen, welche bis Ende Mai in den Gewaessern rund um Donsol sein sollen. Ansonsten lassen wir uns mal ueberraschen was uns dieses Land mit den tausenden von Inseln so zu bieten hat.

p.s. Unter NEUE Videos, rechte Sidebar, findet ihr einige Ausschnitte von unserem Roadtrip durch Australien.

Montag, 22. März 2010

Sydney erreicht

Der ganze Kuestenabschnitt im Suedosten ist bis Sydney extrem huegelig. Ein staendiges rauf und runter. Leider gibt es nicht viele Nebenstrasse wo man als Fahrradfahrer ausweichen kann und so mussten wir uns vielfach mit viel Verkehr abgeben und ganz am Seitenrand fahren. Dies ist zum einen stressig, zum anderen liegt an der Seite der Strasse viel Schotter, Aeste und Abfall. Geradezu einladend fuer platte Reifen. Uebernachten konnten wir meistens bei Couchsurf Mitgliedern und lernten so super Leute kennen. Mit lokalen Menschen einige Tage zu verbringen ist immer spannend und bringt dir die Region wirklich nahe. Nach 24 Fahrradtagen haben wir ueber 1000 Kilometer in die Pedalen getreten und unser Ziel Sydney gestern erreicht. Seit wir Perth verlassen haben sind nun genau zwei Monate vergangen. Der ganze Trip von Perth nach Sydney war ein echtes Erlebnis. Wir durften auf dem Fahrrad einige tolle Abschnitte von Australien durchfahren und sahen so unglaublich viele Sachen. Down undern ist fuer uns jedoch nicht das ideale Veloland.
Viel Wind, grosse Weiten, viel Verkehr und ruecksichtslose Auto- bzw. Truckfahrer bereiteten uns immer wieder Probleme. Fahrrad freundlich ist Australien wirklich nicht, wie der Zeitungsausschnitt im Sydney Morning Herald bestaetigt. 'Sydney the city that hates bikes!" Wir sind froh heil in Sydney angekommen zu sein und uns hier bei unserem guten Freund, John, ausruhen zu koennen. In den naechsten Wochen werden wir einige Ausfluege rund um Sydney vornehmen und uns Gedanken machen wie es von hier weitergeht. Zur Zeit sieht es so aus, dass wir zurueck nach Suedostasien reisen. Ausschlaggebend fuer unsere naechste Destination wird aber wohl ein guenstiger Flug sein. Wir sind offen und geniessen nun erstmals die Hafenstadt Sydney in vollen Zuegen.

Donnerstag, 11. März 2010

Glueck und Pech liegen so nahe zusammen...

In Queenscliffe nahmen wir die Faehre nach Sorrento und fuhren der Bucht entlang in Richtung Melbourne. Eine wunderschoene Region mit ueberraschend kristallklarem Meerwasser. Wir verbrachten einige Tage bei Rich und Yasmin, zwei supernetten Couchsurfern und statteten Melbourne einen Besuch ab. Ueber Hasting und Phillip Island fuhren wir dann durch die langweilige Gippsland Region in Richtung des Wilsom Prom Nationalparks, wo wir eine anstrengende Tageswanderung machten. Das Fahrradfahren macht in dieser Region wenig Spass, da man ueber hunderte von Kilometern nicht wirklich viel zu Sehen bekommt. Zudem kahmen Fahrradprobleme dazu. Bei einer Kaffeepause in Welshpool stellten wir ploetzlich fest, dass bei Kyokos Fahrrad eine Speiche gebrochen und das ganze Hinterrad verbogen war. Ein lokaler Automechaniker konnte die Speiche gluecklicherweise ersetzen und das Rad einigermassen Richten. Doch schon am naechsten Tag gab es einen Knall und eine andere Speiche ging in die Brueche und Kyokos Fahrrad war nicht mehr befahrbar. Als ob uns jemand ein Zeichen geben wollte ertoente zudem kurz danach ein lautes Zischen und Gabriels Hinterreifen war flach. Uns blieb nichts anderes uebrig als uns mit all unserem Krempel an die wenig befahrene Strasse zu stellen, den Daumen rauszuhalten und in die naechste Stadt, Sale, zu hitch hiken.
Nach etwa einer Stunde hatten wir Glueck und ein Ehepaar nahm zumindest Kyoko und Ihr Fahrrad mit. Gabriel machte noch einige Versuche, radelte dann aber 33km in das naechste "Dorf", zwei Haeuser und eine Telefonkabine, und versuchte es dort nochmals. Nach einigen Minuten stoppte ein Pickup und verkuerzte so Kyokos Wartezeit in Sale erheblich. Die Fahrradgeschaefte waren aber inzwischen alle fuer das verlaengerte Wochenende geschlossen. So nahmen wir am naechsten Tag den Zug nach Bairnsdale, wo wir beim CS Member Sam das Weekend verbrachten und dann ein neues Hinterrad fuer Kyoko kaufen konnten. Da uns das Radeln in dieser eintoenigen Landschaft einwenig verleidet ist und uns die Leute ueber die Strasse an die Ostkueste nicht viel Gutes vorhersagen konnten, entschieden wir uns von Bairnsdale einen Bus ins 400 Kilometer entfernte Narooma zu nehmen.
Wir packten unsere Fahrrader in Kisten und ersparten uns mit dem Trip viel Energie und Zeit. Angekommen in Narooma setzten wir unsere Fahrraeder wieder zusammen, mussten noch einen flachen Reifen reparieren und machten uns bei Sonnenuntergang auf zu dem 10 Kilometer entfernten gratis Campingplatz. Unglaublich aber wahr "Zischte" es nach etwa 6 Kilometern und Gabriel fing sich erneut einen platten Reifen ein. Wir waren gezwungen die letzten 4 Km im Dunkeln zu laufen, was wegen den grossen Road Trains alles andere als lustig war. Die Landschaft hier an der Ostkueste ist schoen. Viel Gruen, schoene Waelder und Kuestenabschnitte machen das Fahrradfahren wieder attraktiv. Das Radeln in der Region ist jedoch anstrengend da es viele Huegel hat. Bis Sydney bleiben uns jetzt noch gut 300 Kilometer.

Samstag, 20. Februar 2010

Zurueck auf dem Fahrrad

Kurz bevor wir auf die Great Ocean Road einbogen fing der Wagen mit komischen Geraeuschen an und wir machten uns auf die Suche nach einem Mechaniker. Fuer lange Zeit kam jedoch nichts und somit holperten wir mit 10 km/h an den Sehenswuerdigkeiten der Great Ocean Road entlang. An der Kreuzung kurz bevor dem kleinen Kuestendorf Port Campbell war dann aber Schluss, wir blieben in der Mitte der Strasse stehen, der Van konnte die kleine Steigung nicht mehr bewaeltigen. Die letzten hundert Meter bis zur Service Station wurden wir von einem hilfsbereiten Aussie abgeschleppt. Wie sich herausstellte war der grosse Bolzen wo Ventilation, Zahnriemen etc. dranhaengt gebrochen. Wir setzten uns mit Allen, dem Besitzer der Garage, hin und besprachen die Optionen. Die Reperatur waere uns teuer zu stehen gekommen. Warscheindlich haetten wir sogar einen neuen Motor benoetigt. Allen und Anne betreiben die Service Station in Port Campbell seit vielen Jahren und halfen uns wo immer Sie konnten. Sie luden uns zum Abendessen ein und wir machten uns Gedanken wie es von da weitergehen soll. Wir hatten wirklich Glueck an diesem Ort gestrandet zu sein. Was nun? Hitch-hiking, Wandern oder neues Auto? Kyoko kam mit der Idee uns wieder Fahrraeder zuzulegen. Wir machten uns auf die Suche und da Allen fuer einen Arzttermin nach Warrnambool musste, die naechst groessere Stadt, konnten wir mit ihm mitfahren. Innerhalb von Stunden fanden wir zwei gute Secondhand Bikes fuer 150 CHF. Wir kauften einiges an Zuebehoer und machten die Fahrraeder innerhalb von einem Tag fertig fuer die Weitterreise.    
Viele unsere Sachen ueberliessen wir als Dankeschoen Anne und Allen. Natuerlich auch um nicht zuviel mitzuschleppen. In den ersten Tagen waren wir aber trotzdem immernoch mit vielzuviel Gewicht unterwegs. Von Tag zu Tag versuchten wir uns von Krempel zu trennen. Aller Anfang ist schwer und  am zweiten Tag, Valentinsday, gerieten wir in einen regelrechten Sturm. Wir kaempften gegen starken Regen, Wind, Nebel und die steile Strasse Richtung Lavers Hill. Erschoepft gelangten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit am Johanna Beach an und stellten unser Nachtlager auf. Der Regen hielt die ganze Nacht durch an. Gluecklicherweise kam am naechsten Tag die Sonnen raus und wir konnten alles trocknen. Siehe Video dazu unter folgendem Link: http://www.youtube.com/watch?v=DsWMBo6IGN8
Im Gegensatz zu unserem Fahrradtrip in Asien muessen wir hier in Australien Essen, Geschirr und Kocher selber mitbringen. Ueber lange Strecken kommt keine Verpflegungsstelle und dies war zu Beginn gewoehnungsbeduerftig. Nach gut einer Woche haben wir uns aber wieder gut eingestellt und es macht unglaublich Spass auf dem Sattel zu sitzen. Die Landschaft rund um die Great Ocean Road ist wunderbar. Das Reisen mit dem Fahrrad ist einfach anders. Man lernt so viele Leute kennen und sieht unglaublich viel. Irgendwie sind wir wirklich froh, dass unser Van zu diesem Zeitpunkt zusammengebrochen ist. So koennen wir diesen schoenen Abschnitt von Australien echt geniessen. Neben Radeln machen wir viele Wanderungen. Speziell die Tierwelt mit Qualas, Kangaroos, Schlangen und vielen verschieden Vogelarten ist extrem spannend.