Donnerstag, 10. November 2011
Rückreise und einige Gedanken
Nun war es definitiv. Wir sassen im Flugzeug in Richtung Heimat. Da die ganze Rückreise so kurzfristig über die Bühne ging, wussten nur ganz wenige Leute, dass wir in die Schweiz zurückkehren. Gross war dann auch die Überraschung am Abend bei Familie und Freunden als wir plötzlich aus dem Nichts auftauchten. Überraschung gelungen... Für uns war es auf der einen Seite natürlich ein super schönes Gefühl unsere Lieben nach so langer Zeit wieder einmal in die Arme schliessen zu können. Andererseits war die ganze Situation auch einwenig komisch. Nicht weil wir das Gefühl hatten, die Schweiz oder die Leute hätten sich verändert oder seien uns fremd. Ganz im Gegenteil. Eher hatten wir das Gefühl, nur kurz weggewesen zu sein. 2 Wochen Ferien vielleicht. Es fühlte sich ganz normal an, mit Familie und Freunden bei einem guten Glas Wein am Tisch zu sitzen. Unsere Reise schien schon wieder ganz weit weg. Enttäuscht waren wir nicht wirklich, dass die Reise so abrupt endete. Natürlich wären wir die Strecke bis Tajikistan gerne noch gefahren. Unsere Familie, die mit Shane und Lena während der Reise noch Nachwuchs bekam, zusehen fühlte sich jedoch auch richtig an. Ausserdem blieb uns ja auch gar nichts anderes übrig. Kyokos Knie schmerzte immernoch und musste schnellstmöglich behandelt werden. Mehr dazu gibt es im Blogeintrag Schweiz.
Dienstag, 27. September 2011
Klinik Almaty
Nach gut 20 Gehminuten hört Gabriel plötzlich ein leises Knacken hinter sich und sieht wie Kyoko unter Schmerzen steht. Was war passiert? Kyoko stand mit ihrem linken Fuss einwenig gegen innen gedreht auf den steinigen Untergrund, verdrehte kurz und das Knie blockierte. Weder Strecken noch Biegen des Knies war möglich. Schnell wurde uns klar, dass dies eine schlimmere Verletzung ist. Kyoko operierte das selbe Knie (Meniskus und Kreuzband) bereits vor gut 18 Jahren. Sie kennt also Ihr Knie gut. In den vergangenen Jahren hatte Sie immer wieder solche Situationen, wo sie nach einer komischen Kniebewegung für kurze Zeit einen Schmerz verspührte. Leider gingen die Schmerzen dieses Mal nicht mehr weg und es gab keine andere Möglichkeit, als Kyoko auf Händen den Berg hinunter zu tragen. Dies tönt nach einer romantischen Geschichte, der Mann trägt die Ehefrau den Berg hinunter. Leider konnte es Kyoko wegen den Schmerzen nicht geniessen und Gabriels Arme mussten leiden. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Armmuskeln man während längerer Zeit auf dem Fahrrad verliert. Glücklicherweise waren da noch Sven, Tas und Chris, die uns mit Tragen von Kyoko und Rucksäcken unter die Arme greifen konnten. Zudem können wir von Glück sprechen, dass wir noch nicht stundenlang unterwegs waren. Dieser Unfall hätte auch an einem weitaus einsameren Ort passieren können. Kaum vorzustellen, wenn dies irgendwo in der Steppe der Mongolei vorgefallen wäre.Was nun? Es schien hier in Almaty nicht vorwärts zugehen. Gabriel besprach die ganze Situation mit der Krankenversicherung in der Schweiz. Schnell wurde klar, dass Kyoko für die weiteren Behandlungen in die Schweiz zurückkehren muss. Nun ging plötzlich alles sehr schnell. Innert drei Tagen wurde der Rückflug durch die Versicherung organisiert. Das Datum auf den Freitag, 12. August 2011, festgelegt. Unglaublich, vor Tagen planten wir noch unsere Route über den Pamir Highway nach Tajikistan. Buchten ja von dort bereits Flüge nach Japan. Die Schweiz schien weit, weit weg. Nun müssen wir unsere sieben Sachen packen und werden innert acht Stunden in Zürich landen. So schnell kann es gehen... Unsere verlängerten Flitterwochen sind fürs erste beendet.
Sonntag, 14. August 2011
Weigweiser Almaty...
"Wisst ihr, unser Präsident ist bereits ein reicher Mann. Er hat sich seinen Teil des Kuchen längst abgeschnitten. Er soll bleiben. Er macht seine Sache nicht schlecht. Ein neuer Präsident ist bestimmt auch korrupt und möchte sich bereichern. Das Spiel ginge also von vorne los..."
Nun ja, so kann man dies natürlich auch sehen.
Die Stadt Almaty liegt am Nordfuß des Tian Shan Gebirgszuges. Fast von ueberall aus der Stadt sind die wunderschönen, hohen Berggipfel zu sehen, die sich wie eine grosse Wand zwischen Kasachstan und Kirgistan auftürmen. Die Stadt ist weder modern noch alt. Nicht selten steht ein alter sowjetischer Blockbau neben einem neuen, glitzernden Business Komplex. Mercedes, Bentley und Porsche Cayenne sind keine Seltenheit auf den Strassen. Das Leben in der Grosstadt, unterscheidet sich wie in vielen von uns bereisten Ländern, auch hier komplett vom Rest des Landes. Wir sind froh bei Warmshower Tas, einem gebürtigen Australier, der als Pilot für die staatliche Airline "Air Astana" arbeitet, für einige Tage absteigen zu können. Dies gibt uns Zeit um andere Fahrradfahrer zu treffen (Speziell Chris, einDonnerstag, 21. Juli 2011
Von Russland ins Russische Kasachstan
Tagsdarauf brausen wir die letzten Kilometer an die Grenze zu Kazachstan. Der Grenzuebertritt verlaeuft auch dieses Mal einwandfrei. Die Russischen Grenzbeamten verabschieden uns in Richtung Kasachstan und wir stellen uns schon mal auf ein neues Land, mit anderen Leuten ein. Ein Unterschied zu Russland ist dann aber nur schwierig auszumachen. Landschaftlich bleibt sich alles gleich, die Haeuser sind die selben wie in Russland, alte Ladas rasen weiterhin an uns vorbei, die Leute haben nur vereinzelt Asiatische Gesichter und es wird ueberall Russisch gesprochen. Mitte des 18. Jahrhunderts unterstellte sich das spaetere Kasachstan nach und nach dem Russischen Zarenreich. Die meisten Städte Kasachstans sind während dieser Periode von Russen gegründet worden. Ab 1919 folgte die jahrelange Sowjetische Besetzung. Auch wenn sowohl Kasachisch als auch Russisch offiziell als Amtssprachen gelten, ist Russisch die im Alltag dominierende Sprache in Kasachstan. Viele Kasachen, welche Russische Wurzeln haben, sprechen kein Wort Kasachisch. So koennen wir unsere hart erlernten Brocken Russisch weiterhin taeglich anwenden. Nach drei Fahrradtagen kommen wir in der ersten groesseren Stadt, Ust-Kamenogorsk (auf kasachisch Öskemen) im Nordosten von Kasachstan an. Die Stadt wurde im Jahre 1720 als russische Militär- und Poststation gegründet und entwickelte sich zu Zeiten der Sowjetunion zu einem Zentrum des Bergbaus und der Metallurgie. In Öskemen stand zudem das Kriegsgefangenlager 45, Ust Kamenogorsk, für Deutsche Kriegsgefangene des zweiten Weltkriegs. Heute zeigt sich Öskemen als lebendige Kleinstadt, die zum Verweilen einlaedt. Gruene Parkanlagen, gemuetliche Gartenrestaurants, grosses Lebens- sowie Genussmittelangebot und sommerliche Temperaturen. Dazu kommt ein Kasachischer Brauchtum, der uns auf Anhieb sympatisch ist. Wohnungsmiete anstelle von teuren Hotelzimmern. Ein Couchsurfer hilft uns bei der Suche und innert Stunden ziehen wir in unsere 1.5 Zimmerwohung mit Bad und Kueche im Stadtzentrum ein. Fuer umgerechnet knapp 20 CHF pro Nacht haben wir alles was uns lieb sein kann. Backofen fuer Pizza, eine eigene Putzfrau, gekuehltes Bier aus dem
Samstag, 2. Juli 2011
Sommerferien in Russland
Where are you from? "Switzerland and Japan"
Your car number? "No car, bicycle!"
Bicycle? Whats the bicycle number? "Bicycle number? No, we don't have a number."
Who is the driver? "hhhhhhmmmmm, I guess thats me."
Bicycles name? "Moby Dick"
Moby Dick, how do you write that?
And the other bicycle? "Little Princess"
Can you write this down....












